Europas Verantwortung für die Eine Welt Eine Debatte zwischen Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
Ort: Haus der Geschichte, Willy-Brandt-Allee 14, Bonn Veranstalter: VENRO, EADI, CIC und DIE
Gut die Hälfte der Gelder zur Unterstützung der Entwicklungsländer kommt aus der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten. Die Europäische Union ist somit die weltweit größte Geberin. Die Entwicklungspolitik der EU befindet sich jedoch im Wandel. Die Erweiterung, die Wahlen zum EU-Parlament, die Annahme der Europäischen Verfassung und die Einsetzung einer umstrukturierten EU-Kommission stellen in diesem Jahr neue Weichen für die Beziehungen zwischen der EU und den Entwicklungsländern. Die entwicklungspolitischen Folgen dieser wichtigen Ereignisse werden weder auf europäischer noch nationaler Ebene in ausreichendem Maße diskutiert. Zentrale Fragestellungen sind:
- Was wird aus dem Versprechen Europas, weltweit zur Verminderung von Armut und Unterdrückung beizutragen?
- Werden die geographischen und inhaltlichen Schwerpunkte der Entwicklungspolitik infolge der Erweiterung verschoben?
- Welche wirtschaftlichen Folgen ergeben sich aus der Neuordnung der europäischen Politik für die AKP-Staaten (Afrika, Karibik und pazifischer Raum)?
- Welche realen Folgen resultieren aus der Neubestimmung des Verhältnisses von Außen- und Sicherheitspolitik zur Entwicklungspolitik im Verfassungsentwurf?
Die Neuorientierung in der EU-Entwicklungspolitik und die Bedingungen, zu denen arme Länder Leistungen erhalten können, dürfen nicht ohne öffentliche Debatte vollzogen werden.
Anliegen dieser öffentlichen Veranstaltungsreihe ist, Politik, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Organisationen zusammenzubringen und existenziell wichtige Veränderungen für die armen Länder bekannt zu machen, wo nötig in Frage zu stellen und Alternativen zu entfalten.
Zwischen April und November 2004 fand zu diesem Themenbereich in Bonn eine öffentliche Veranstaltungsreihe statt. Die Reihe wurde von VENRO, European Association of Development Research and Training Institutes (EADI), Center for International Cooperation Bonn (CIC) und Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) organisiert.
Programm Bonner Impulse 2004 (742 KB)
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