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Müssen Unternehmen mehr unternehmen? Zur globalen Verantwortung der Privatwirtschaft
In den letzten Dekaden stiegen Anzahl und Einfluss weltweit tätiger Unternehmen, sog. „Global Player“. In weltumspannenden Netzwerken sind sie in vielen Staaten und Kulturen tätig. Dabei sind einige dieser Unternehmen heute hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit größer als Staaten. Die „Global Player“ lassen in Entwicklungsländern viele Arbeitsplätze entstehen. Oft jedoch werden auch negative Folgen ihrer unternehmerischen Geschäftstätigkeit im Süden angeprangert.
 Im Zuge der Globalisierung kommt den „Global Player“ eine immer größere Rolle bei der verantwortlichen Nutzung der sich ihnen weltweit bietenden Geschäftmöglichkeiten zu. Die Weltgipfel jüngerer Zeit prägten das Paradigma einer globalen Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung. Dieser Partnerschaftsgedanke umfasst sowohl die Ausgestaltung globaler Regelwerke (Global Compact-Initiative des UN-Generalsekretärs, OECD-Leitlinien) als auch dessen Verankerung in der bilateralen Zusammenarbeit mit den wirtschaftlichen Akteuren aller beteiligten Länder.
Folgende Fragen standen im Mittelpunkt der Diskussion: - Was sind die Chancen und Grenzen des privatwirtschaftlichen Beitrags zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung? Wie groß sind die gemeinsamen Interessen der Entwicklungszusammenarbeit und der Wirtschaft wirklich?
- Wie nehmen deutsche „Global Player“ ihre Verantwortung wahr? Wie stehen sie im europäischen Vergleich da? Sind sie Vorreiter im Bereich der nachhaltigen Entwicklung?
- Kommt der Beitrag der Unternehmen auch bei den 1,2 Mrd. Armen an? Kommt es zu einer Verschärfung von Einkommensunterschieden?
- Mittwoch, 15. November 2006, 17.00 bis 19.00 Uhr
Haus der Geschichte – Konferenzraum Willy-Brandt Allee 14, 53113 Bonn
Es diskutierten:
Dr. Ignacio Campino Deutsche Telekom AG
Dr. Tatjana Chahoud Deutsches Institut für Entwicklungspolitik
Dr. Reinhard Hermle Misereor
Petra Rosignol Deutsche Post World Net
Moderation: Birgit Morgenrath Rheinisches JournalistInnenbüro >> Bericht der Veranstaltung
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