|
Die humanitäre Hilfe der EU – Lernen aus Krisen?
Das Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) ist nach den USA der zweitgrößte Geber humanitärer Hilfe. In den letzten Jahren gab es auf europäischer Ebene eine Vielzahl von Veränderungen in diesem Politikfeld. ECHO bekam bei der letzten Reform der EU-Kommission den Status einer eigenen Generaldirektion. Gleichzeitig tauchen neue Akteure auf dem Feld der humanitären Hilfe auf, wie z.B. das Militär oder die im Barnier-Bericht vom Mai 2006 vorgeschlagene europäische Katastrophenschutztruppe. Mit Spannung darf auch das angekündigte „Policy Statement“ von EU-Kommissar Louis Michel zu den politischen Richtlinien für die humanitäre Hilfe der EU erwartet werden.

Im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung standen die „Lessons learnt“ aus den gestiegenen politischen und qualitativen Anforderungen an die humanitäre Hilfe: Wie kann die Reaktionsfähigkeit der EU auf Krisen und Katastrophen verbessert werden? Wie können kurzfristige humanitäre Hilfsprogramme mit Wiederaufbaumaßnahmen und langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit besser miteinander verknüpft werden (Linking Relief, Rehabilitation and Development)? Welche qualitativen Standards in der humanitären Hilfe sind erforderlich oder werden bereits umgesetzt? Wie ist das derzeitige Rollenverhältnis zwischen ECHO und den nicht-staatlichen humanitären Hilfsorganisationen zu bewerten und wie soll es in Zukunft gestaltet werden?
>> Zum Bericht der Veranstaltung >> Der Bericht als pdf-Datei (59 KB)
- Mittwoch, 20. September 2006, 16.30 bis 18.30 Uhr
Haus der Geschichte – Konferenzraum Willy-Brandt Allee 14, 53113 Bonn
Es diskutierten:
Prof. Dr. Horst Fischer Ruhr-Universität-Bochum, Network on Humanitarian Assistance (NOHA)
Clemens Kroll Auswärtiges Amt, Arbeitsstab Humanitäre Hilfe
Thorsten Münch Europäisches Amt für humanitäre Hilfe (ECHO)
Kathrin Schick Voluntary Organisations in Cooperation in Emergencies (VOICE)
Moderation: Jürgen Lieser Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO)
|