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Die europäische Entwicklungspolitik steht 2006 vor neuen Herausforderungen. Wurden im vergangenen Jahr ihre Weichen neu gestellt, müssen jetzt Taten folgen, um sichtbare Erfolge bei der weltweiten Armutsbeseitigung zu erzielen. Die Veranstalter der Bonner Impulse – DIE, EADI und VENRO – greifen in diesem Jahr folgende Themen auf:
Die europäische Migrationspolitik – Eine Chance für den Süden? Seit den dramatischen Ereignissen vor den spanischen Exklaven in Nordafrika steht der Zusammenhang zwischen Migration und Entwicklung hoch auf der politischen Agenda. In der EU hat die Diskussion über neue Ansätze in der Migrationspolitik Auftrieb bekommen. Folgende Fragen stehen im Vordergrund: Welches sind die Ursachen von Migration, welche Bevölkerungsgruppen sind betroffen, welche gruppenspezifischen Lösungen müssen gefunden werden? Wie kann die Beachtung der Menschenrechte gesichert werden? Welchen entwicklungspolitischen Zielsetzungen und Standards muss eine gemeinsame Europäische Migrationspolitik entsprechen?
Termin: Dienstag, 4. April, 16.30–18.30 Uhr, Haus der Geschichte Die Europäische Union und Afrika: Neue Strategie – neue Politik? 2005 haben die EU-Kommission und die Mitgliedsstaaten erstmals eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für Afrika verabschiedet, da unter den gegenwärtigen Umständen die Länder südlich der Sahara die Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015 nicht erreichen würden. Zentrales Ziel der Afrika-Strategie ist die Herstellung von Kohärenz zwischen den zahlreichen Akteuren und den verschiedenen europäischen Politikbereichen. Herausforderungen, insbesondere auch für die EU-Mitgliedsstaaten sind die Lösung von Zielkonflikten zwischen handels-, agrar- und entwicklungspolitischen Zielen, die Einhaltung der ODA-Erhöhungen, sowie das Engagement in fragilen Staaten. Termin: Dienstag, 30. Mai 2005, 9.00–18.30 Uhr, Deutsche Welle Die humanitäre Hilfe der EU – Lernen aus Krisen Das Amt für humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO) ist nach den USA der zweitgrößte Geber humanitärer Hilfe. In den letzten Jahren gab es auf europäischer Ebene eine Vielzahl von Veränderungen im Politikfeld der humanitären Hilfe. ECHO bekam bei der letzten Reform der EU-Kommission den Status einer eigenen Generaldirektion, neue Akteure tauchen auf dem Feld der humanitären Hilfe auf, wie z.B. das Militär oder die im Barnier-Bericht vom Mai 2006 vorgeschlagene europäische Katastrophenschutztruppe. Mit Spannung darf auch das angekündigte „Policy Statement“ von EU-Kommissar Louis Michel zu den politischen Richtlinien für die humanitäre Hilfe der EU erwartet werden. Im Mittelpunkt der Diskussionsveranstaltung stehen die „Lessons learnt“ aus den gestiegenen politischen und qualitativen Anforderungen an die humanitäre Hilfe. Termin: Mittwoch, 20. September 2006, 16.30–18.30 Uhr , Haus der Geschichte Müssen Unternehmen mehr unternehmen? Zur globalen Verantwortung der Privatwirtschaft In den letzten Dekaden stiegen Anzahl und Einfluss weltweit tätiger Unternehmen. Diese »Global Player« lassen in Entwicklungsländern viele Arbeitsplätze entstehen. Häufig werden jedoch auch negative Auswirkungen ihrer unternehmerischen Aktivitäten im Süden diskutiert. Dabei geht es vor allem um die Frage nach weltweit gültigen Mindeststandards und ihrer Umsetzung. Im Zuge der Globalisierung kommt den Unternehmen eine immer größere Rolle bei der verantwortlichen Nutzung der sich ihnen weltweit bietenden Geschäftmöglichkeiten und der Bekämpfung der weltweiten Armut zu. Was aber sind die Chancen und Grenzen des privatwirtschaftlichen Beitrags zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung und wie nehmen deutsche »Global Player« ihre Verantwortung im europäischen Vergleich wahr? Termin: Mittwoch, 15. November 2006, 17:00–19:00 Uhr , Haus der Geschichte
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