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"Development Finance Institutions - Die dritte Säule der Entwicklungszusammenarbeit"
Mittwoch, 14. Juli 2010; 16:00 - 18:00 Haus der
Geschichte – Saal; Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn
Konzept und inhaltlich verantwortlich: Deutsches Institut für
Entwicklungspolitik (DIE)
Der öffentliche Sektor stand über lange
Jahre im Fokus der Entwicklungszusammenarbeit, um in den Partnerländern
z. B.
Infrastruktur, Gesundheitsprojekte oder Bildung zu fördern. Gleichwohl
werden die
Entwicklungs- und Schwellenländer die Millenniums-Entwicklungsziele nur
erreichen
können, wenn in starkem Maße der Privatsektor eintritt, um z. B. in
Klimaschutztechnologien oder die Landwirtschaft zu investieren und um
die
produktiven Arbeitsplätze zu schaffen, mit denen die Armen ein höheres
Einkommen erwirtschaften können.
Die Privatwirtschaft übernimmt in zahlreichen Partnerländern
bereits eine immer stärkere Rolle. Der
marktwirtschaftlich orientierte Umbau der Wirtschaftssysteme in vielen
Partnerländern hat Raum für unternehmerische Aktivitäten geschaffen.
Multinationale
Unternehmen aus den Schwellenländern nehmen den Wettbewerb mit den
etablierten
und bislang die Weltmärkte dominierenden Großunternehmen aus den alten
Industrieländern auf. Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) passen sich
flexibel an Marktänderungen an und beschäftigen in besonderem Maße
lokale
Arbeitskräfte.
Obwohl die Privatsektorförderung seit
Jahren zum Instrumentarium der klassischen Entwicklungszusammenarbeit
gehört,
wird die Finanzierung privater Unternehmen in Entwicklungsländern durch
die Development Finance Institutions, wie
die IFC oder die DEG - Deutsche Investitions-
und Entwicklungsgesellschaft, in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.
Sie mobilisieren
auf der Grundlage ihres öffentlichen Eigenkapitals Kapitalmarktmittel
und
finanzieren damit Unternehmen in Entwicklungsländern, die von
kommerziellen
Banken – welche sich vorrangig auf das hoch riskante Investment
Banking in Industrieländern konzentrieren – kein
langfristiges Kapital erhalten.
Ebenso wichtig wie ihre
Finanzierungsfunktion ist aber möglicherweise ihr Einfluss auf den
tatsächlichen
Beitrag privater Unternehmen zur Armutsbekämpfung und zur Verbesserung
der
Lebensbedingungen. Der Entwicklungsbeitrag von privaten Unternehmen ist
dann
am höchsten, wenn der Privatsektor in freiwillige und/oder verbindliche
Regeln
eingebunden ist, die sich an sozialen, ökologischen und
menschenrechtlichen
Werten und Normen orientieren. Die Existenzberechtigung der Development
Finance Institutions steht
und fällt mit der Frage, ob sie diesen entwicklungspolitischen Auftrag
tatsächlich erfüllen.
Es diskutierten:
- MinR’in Susanne Dorasil, Referatsleiterin
„Wirtschaftspolitik; Finanzsektor",
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ)
- Gudrun Timm,
Abteilungsleiterin Volkswirtschaft/Entwicklungspolitik, DEG - Deutsche
Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH
-
Peter Lanzet, Sprecher der VENRO-AG Internationale Finanzarchitektur und
Armutsbekämpfung/ Referent für Entwicklungsfinanzierung beim
Evangelischen Entwicklungsdienst (eed)
- Lars Koerner, Projekt-Ingenieur Off-Grid, SolarWorld AG, Bonn
Moderation:
-
Dr. Peter Wolff, Abteilungsleiter „Weltwirtschaft und
Entwicklungsfinanzierung“, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik
(DIE)
Zum Bericht der Veranstaltung |
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"Die EU in der Klimapolitik: Zurück im Spiel oder weiter im Abseits?" |
Dienstag, 25. Mai 2010
16.00 bis 18.00 Uhr
Saal, Haus der Geschichte
Der Klimagipfel in Kopenhagen hat enttäuscht, das
Vertrauensverhältnis zwischen Industrie- und Entwicklungsländern ist
nachhaltig belastet. Die Europäische Union (EU) konnte Kopenhagen nicht
retten und hat am Ende keine entscheidende Rolle gespielt. Das magere
Ergebnis – der so genannte „Copenhagen Accord“ – kann nur als Brücke zu
einem ehrgeizigen und verbindlichen Vertrag unter UN-Dach dienen. Will
die EU im Kampf gegen den Klimawandel wieder eine zentrale Rolle
spielen, muss sie ihre bisherige Strategie überdenken. In der EU kann
mehr für den Klimaschutz getan werden, als bisher angekündigt wurde.
Erforderlich sind neue Allianzen, die die Verhandlungen international
voranbringen. Die Bereitstellung von „frischem“ Geld für die
Entwicklungsländer wird zu einem Vertrauenstest für die internationale
Klimapolitik.
Die Podiumsteilnehmer diskutierten folgende Fragen:
- Welche Lehren zieht die EU aus Kopenhagen und mit
welchen Strategien geht sie im Juni in die UN-Klimaverhandlungen nach
Bonn und Ende des Jahres nach Cancún?
- Wie sieht die bisherige
Umsetzung der finanziellen Zusagen an die Entwicklungsländer aus?
- Welche Auswirkungen haben die gesetzlichen Neuerungen des
Vertrages von Lissabon auf die EU-Klimapolitik?
Es diskutierten:
- Christoph Bals, Germanwatch
- Hubertus Bardt, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
- Dr. Imme Scholz, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik
(DIE)
Moderation:
- Georg Ehring, Deutschlandradio
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"Entwicklungspolitische Herausforderungen unter dem Schirm einer neuen gemeinsamen Außenpolitik" |
Donnerstag, 4. März 2010, 16:00-18:00
Am 4. März 2010 finden die Bonner Impulse zum Thema
„Quo Vadis Europa? Entwicklungspolitische Herausforderungen unter dem Schirm
einer neuen gemeinsamen Außenpolitik“ statt, veranstaltet vom Deutschen
Institut für Entwicklungspolitik (DIE), dem Europäischen Verband der
Entwicklungsforschungs- und Ausbildungsinstitute (EADI) und VENRO - Verband
Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorgani-sationen e.V.
Mit der im Januar konstituierten zweiten Barroso-Kom-mission entsteht eine neue Personenkonstellation und die Ressortzuschnitte verdeutlichen strategische Schwerpunkte der Arbeiten. Wie ist
Europa für die nächste Dekade im 21. Jahrhundert gerüstet? Welche
Politikbereiche sollten und welche muss die EU gemeinsam und abgestimmt
bearbeiten? Archiv |
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Deutschland, Europa und die Welt: Die Bonner Bundestags-Direktkandidaten stellen sich der Diskussion |
Die
Bundestagswahl 2009 wird ganz unter dem Eindruck der weltweiten Finanz-
und Wirtschaftskrise stehen. Nach zwei nationalen Konjunkturpaketen und
zwei internationalen Weltfinanzgipfeln muss jedem klar sein, dass es
ein "Weiter so" nicht geben darf. Die nächsten zwei Monate und die
nächste Legislaturperiode entscheiden darüber, ob Deutschland gestärkt
aus der Krise hervorgehen und seiner internationalen Verantwortung -
vor allem gegenüber den Entwicklungs- und Schwellenländern gerecht
werden wird. Archiv |
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Fragile Staaten: Eine neue Priorität der transatlantischen Beziehungen? |
Seit dem 11. September
2001 werden fragile Staaten als zentrales Problem der internationalen
Sicherheits- und Entwicklungspolitik wahrgenommen. Während sich die USA
unter Präsident Bush auf ein primär militärisch ausgerichtetes Vorgehen
nach der Devise "Security First" konzentrierten, zeichnet sich mit dem
Amtsantritt Barack Obamas ein Strategiewechsel ab: Multilaterale
Kooperation und zivile Mittel sollen in den Vordergrund gerückt werden. Bericht der Veranstaltung |
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